Unterwegs

In Hannover zu leben ist wunderbar! Jeder Stadtteil hat seine Besonderheiten, Kultur und Grün sind vor Ort und wenn es etwas mehr Landschaft sein darf, dann startet man einfach einen Ausflug ist die attraktive Region Hannover. Diese umfasst 21 Gemeinden und bietet eine sagenhafte Vielfalt, von Heide bis Gebirge und schließt auch den größten Binnensee Niedersachsens mit ein, das Steinhuder Meer.

Schauen Sie doch einfach mal und vielleicht packen Sie dann auch Ihre Picknicktasche. 


Hannovers Berg am südöstlichen Stadtrand – Unser Kronsberg

An der Wegstrecke des Grünen Rings, der um Hannover führt und sich für Radtouren in mehreren Etappen anbietet, liegt ein sechs Kilometer lange Hügelrücken, der Kronsberg.

Als mein Mann und ich uns das erste Mal 2005 mit der Linie 6 auf den Weg hierher machten, waren wir sofort begeistert. Die Stadtbahn fuhr vor der Haltestelle Feldbuschwende eine lange Kurve und dann waren wir im Urlaub. So kam es uns vor. Und es war klar, hier wollen wir mit unserer Tochter leben.

Was erwartet Sie bei einem Ausflug zum Kronsberg? Jede Menge Grün! – die Allmende, ein Aussichtshügel 118 m ü. NN und die nahe gelegenen, bewaldeten Naturschutzgebiete Gaim und Bockmerholz.

Am Kronsberg können Sie Schäfchen zählen, denn hier gibt es sie noch – eine große Schafherde. Oder packen Sie doch einfach Ihre Picknickdecke ein und setzen sich vor dem Kronsberg auf die Wiese, während die Kids auf Holzschafen zu voltigieren üben. Mit etwas Glück sehen Sie sogar bunte Drachen am Himmel.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann kommen Sie doch zum Drachenfest vorbei. Das findet immer am letzten Wochenende im September statt. Oder erleben Sie den erleuchten Kronsberg bei Nacht im Spätsommer.

Wandern können Sie hier auch, eine kleine oder größere Runde, oder einfach nur auf der Wiese sitzen und den Stadtrand genießen.

Moorerlebnispfad und Waldlehrpfad beim Otternhagener Moor

Raus in die Natur, Spaß und Bewegung und dabei noch etwas lernen – all das kann man in Resse in der Wedemarkt. Gleich zwei Pfade warten auf große und kleine Entdecker.

Wir sind beim Waldlehrpfad von der Straße „Zum Walde“ aus gestartet. Der Waldlehrpfad ist ein Rundweg mit einigen Hinweistafeln und sogar einem interaktivem Buch mit QR-Codes. Das Highlight, einen Waldspiel- und lernplatz, erreicht man etwa nach der Hälfte des Pfades. Die Schichten des Waldbodens können hier erforscht werden und Schaukeln und Baumstämme laden zum Toben und Balancieren ein. Es war nicht leicht, aber irgendwie haben wir es geschafft, dass die Mädchen sich wieder mit uns auf den Weg gemacht haben.

Vom Waldlehrpfad zum Moorerlebnispfad ist es nur ein kurzes Stück. Man kann auch in Resse am Friedhof parken und ist dann direkt dort. Wir sind etwas gewandert und wurden dann positiv von diesem großartig angelegten Pfad überrascht. Ein wirklicher Wow-Effekt! Nach einem ausgiebigen Picknick auf Holzliegen, auf denen die ganze Familie Platz findet, ging es weiter auf den Pfad. Dieser besteht aus Holzbrücken und Erlebnisstationen. Hier kann man viel über das Moor lernen und balancieren über Baumstämme, Flöße oder direkt den Moorboden mit den eigenen Füßen erleben. Also liebe Eltern aufgepasst: Bei gutem Wetter gibt es unter Garantie matschige Füßchen von glücklichen Kindern!

Kleiner Geheimtipp für Entdecker: Beim Moor-Erlebnispfad kann man auch eine größere Runde gehen. Hier stößt man auf die Überreste einer nie fertiggestellten Reichsautobahn. Da wir nur die kleine Runde gelaufen sind, kann ich davon nicht genauer berichten, aber wir werden auf jeden Fall erneut dort auf Entdeckungstour gehen!

Insgesamt waren wir ca. drei Stunden unterwegs und sind vielleicht 4 Kilometer gelaufen. Die Strecke eignet sich auch für Kinderwagen. Weitere Informationen und eine Broschüre findet ihr hier.

Geo-Erlebnispfad „Bewegte Steine“ in der Wedemark

Auf der Suche nach geeigneten Ausflugszielen mit kleinen Highlights für Kinder und Erwachsene in der Region Hannover bin ich auf den geologischen Erlebnispfad im Osten des Brelinger Berges gestoßen. Natur pur, ein Picknick und eine kurze Wanderstrecke – nicht mehr als 5 Kilometer, damit es für Mini schaffbar ist – stand auf der Wunschliste. Und ich kann Ihnen schon gleich verraten, dass wir nicht enttäuscht wurden.

Da es sich um einen Rundweg handelt, kann man von verschiedenen Punkten aus einsteigen. Wir haben in dem kleinen Dörfchen Oegenbostel am Friedhof geparkt. Obwohl wir an einem Samstag losmarschiert sind, haben wir nur vereinzelt Familien und einiger Reiter zu Pferd getroffen. Das war für Midi natürlich die Sensation! Die Wege sind breit und etwas sandig. Mit dem Kinderwagen kann es an einigen Stellen etwas schwierig werden. Aber mit großen Rädern sollte es machbar sein.

An zehn Erlebnisstationen kann man viel über den Wald und die eiszeitliche Geologie lernen und ausprobieren. Am meisten hat die Mädchen die Station „Windkanter“ begeistert. Hier kann man per Hand einen Ventilator antreiben, um Sand über die geschliffenen Gesteine zu pusten und deren Entstehung nachvollziehen zu können.

Ein Geheimtipp ist die etwas im Wald gelegene Station „Pollen“. Hier fühlt man sich ein wenig wie im Märchenwald und die Mädels konnten gar nicht genug davon bekommen, über die verborgenen Wege bergauf und bergab zu laufen. Selbst mein Mann fing an zu träumen von einem Ferienhäuschen im Wald.

Für die 5 Kilometer brauchten wir aufgrund des Spazierenstehens und einer ausgiebigen Picknickpause ca. drei Stunden. Es ist aber sicher in der Hälfte der Zeit machbar.

Weitere Informationen und eine Karte findet Sie hier.