Wir treffen uns an der Ziegenbuche

13. Mai 2020

Alles klar! Oder doch nicht?

Wenn zu mir ein Hannoveraner sagt: „Wir treffen uns unterm Schwanz“, weiß ich nach 19 Jahren in Hannover sofort Bescheid. Und vermutlich weiß jeder Bewohner Bad Münders ebenso, was es mit der Ziegenbuche auf sich hat. Ich habe es am letzten Wochenende herausgefunden.

Das Berggasthaus Ziegenbuche bei Bad Münder ist Ausgangs- und Zielpunkt für viele schöne Wanderrouten durch den Deister. Hier habe ich mich mit einer lieben Kollegin zum Spaziergang getroffen. 

Streng genommen gehört Bad Münder natürlich nicht mehr zur Region Hannover sondern zum Landkreis Hameln-Pyrmont, aber ist schon nach einer halben Stunde Autofahrt vom Stadtrand Hannovers aus zu erreichen.

Auf dem Panoramaweg, der am Waldrand mit einem grandiosen Blick auf Felder und die bergige Landschaft und auch mitten durch den Wald bergauf und bergab verläuft, sind wir etwa sechs Kilometer unterwegs gewesen.

Auf dem Weg trafen wir auf eine Schafherde mit zauberhaftem Nachwuchs. Auch gibt es verschiedene Informationstafeln zum Wegenetz, zum Wald und der Tierwelt, aber auch kleine Hinweistafeln, die dem Wanderer mitteilen, wie Landschaft und Berg vor ihm heißen.

Am Ende kamen wir wieder beim Berggasthaus an und belohnten uns mit einem Eis. Hier erfuhr ich von der netten Servicekraft auch endlich, was eine Ziegenbuche ist.

Es handelt sich demnach um eine Buchenart, die hier zu finden ist. Bei dieser wurden früher tatsächlich kleine Wettkämpfe mit Ziegen veranstaltet. Soweit die Namensgebung.

Der Knüller ist aber, dass Besucher des Berggasthauses nicht nur einen Spielplatz vorfinden – das beste was Eltern mit kleinen Kindern passieren kann, wenn sie auch einmal in Ruhe in einem Restaurant essen wollen. – Direkt daneben gibt es auch ein Ziegengehege. Die drei glücklich dreinschauenden Tiere dürfen von den Besuchern sogar mit Futter aus einem kleinen Automaten gefüttert werden. 

So steht einem entspannten Ausklang eines Familienwandertages nichts mehr im Wege.

P.S. Ich bekommen natürlich nichts vom Bergrestaurant für diesen Tipp. Mir hat es hier am Deister – meinem Lieblingsgebirgchen –  einfach wirklich wieder einmal sehr gut gefallen.